Der Titel ist das Tun

Eine*r der Begründer*innen der Contact Improvisation hat auf die Frage was Contact Improvisation sei geantwortet: „the definition is the doing“ (die Definition ist das Tun/die Praxis). Ausgehend davon habe ich die Tanzperformance „Der Titel ist Das Tun/The Title is the Doing“ entwickelt. Diese Tanzperformance ist für vier Tänzer*innen, die in einem nicht Tanz-Kontext aufgeführt wird. Mich interessiert dabei Tanzimprovisation und Contact Improvisation in andere Kontexte zu bringen, um damit gesellschaftliche und sozial akzeptierte Codes und Verhaltensweisen zu hinterfragen, wodurch neue Erfahrungen des Miteinander Seins ermöglicht werden. So wird beispielsweise im Kontext einer Kunstgalerie, wo der Fokus eher auf der individuellen Erfahrung der*s Besucher*in bei der Betrachtung eines Kunstwerkes liegt aufgebrochen. Der Blick und der Kontakt wird zu dem gesamten Raum und den anderen Galeriebesucher*innen hingeöffnet und bleibt in Bewegung. So wird der Galeriebesuch zu einem Ausloten zwischen individuellen und kollektiven Erfahrung zugleich z.B. durch das Spiel von Nähe und Distanz sowohl physisch-körperlich als auch mental und emotional. Auch wird der Objektfetischismus in der Kunstwelt (und auch in unserer Gesellschaft) dadurch hinterfragt, da es kein materielles Objekt zu ersteigern, sondern eine flüchtige Erfahrung in Form einer Aufführung gibt.

° Performance //2018, Berlin

Kunstverein L102art Berlin Ausstellung "10"

16.03. - 13.04.2018

 

° Performance //2018, Berlin

private Geburtstagsparty

21.10.2018