Künstlerische Arbeiten

"Art is a hammer to beat the world, not a mirror to reflect it." Vladimir Majakovskij

Dieses provokante Zitat spiegelt meine Mission ganz gut wieder. Ich möchte die Grenze zwischen Kunst und Leben aufheben beziehungsweise sichtbar machen, dass es diese Grenze im Grunde gar nicht gibt. Das ist an sich nichts Neues, weil das schon viele Kunstschaffende seit der Avantgarde versuchen, aber so richtig durch sind wir damit offensichtlich noch nicht. Daher bewegt sich meine künstlerische Arbeit irgendwo zwischen Tanz (körperliche und bewegliche Versuchsanordnugen), Theater (performativer und spielerischer Ansatz) und feministisch empowernder

(das private ist politisch) Kunst- und Lebenspraxis.

Davon ausgehend verstehe ich meinen Arbeitsprozess als Choreografieren. Dabei versuche ich Körper in Bewegung oder verkörperte Ideen zu gestalten, zu organisieren oder zu hinterfragen. Besonders interessiere ich mich dabei für die Choreografien, Muster und Scores des täglichen Lebens, die schon da sind (z.B. des sozialen und politischen) und deren Auswirkungen. Wie werden diese verkörpert und wie beziehen diese sich aufeinander sowohl individuell als auch kollektiv (mental, emotional, physisch). Wie kann Tanz und Choreografie da gesellschaftlich wirksam sein? Wie kann ich die Choreografien, Strukturen und Muster des Alltäglichen verändern und hinterfragen? Wie kann ich Veränderung verkörpern, die ich in der Welt sehen möchte? Durch Sprache, durch mein Sein, durch mein Miteinander sein? Das tue ich am liebsten in meiner künstlerischen Arbeit durch Improvisationen, Spiele, Scores und Interventionen in öffentlichen und privaten Räumen, die die mehr oder weniger unausgesprochenen vorgeschriebenen Verhaltensweisen, Codes und Regeln hinterfragen. Besonders spannend finde ich dabei auch das Ausloten der verschiedenen Verbindungen und Beziehungen zwischen den Performer*innen und dem Publikum. Außerdem interessiert es mich, wie künstlerische Erfahrungen und Praktiken, die meist schon ein transformatorisches Potential in sich tragen, in andere nicht-künstlerische Kontexte gebracht werden können.